Die österreichischen Domains, erweitert um nic.WWW24.at
24.at, cc.at, en.at, vu.at


letzte Änderung 16.01.2016

Bis 1996 gab es in Österreich keinen "flachen Domainraum"; Registrierungen direkt unter ".at" waren nicht möglich. Alle Registrierungen erfolgten unter den "Schubladen" " co.at, or.at, ac.at und gv.at".
Die Endung ".co.at" (company) wurde zur kommerziellen Nutzung (in Analogie zu .com), ".or.at" (organisation) für Non-Profit Organisationen, ac.at (academic) für den akademischen und schulischen Bereich und gv.at (government) für Behörden eingeführt. Erstmals wurde diese Kategorisierung 1997 bei der Telekom durchbrochen, die nirgends richtig hineinpasste. Damit war der Damm gebrochen. Bei der Masse der Registrierungen spielen diese Domains heute keine Rolle mehr, fast alle wollen direkt unter .at registrieren. Doch auch dieser Domain Namensraum hat ein bevorstehendes Ende.
Die Endungen 24.at, cc.at, en.at und or.at stehen jedenfalls jedem zur Registrierung frei und können bei nic.www24.at beantragt werden; ein Vorteil gegenüber füher bestandenen Registrierungrichtlinien ist, dass auch 1 oder 2-Buchstaben-Domains zulässig sind.
Domains unter ".ac.at" sind nach wie vor dem akademischen und schulischen Umfeld vorbehalten und werden bei der Universität Wien registriert; ".gv.at" wird von der Stadt Wien verwaltet, die administrative Abwicklung und Vergabe erfolgt durch den Bereich IKT-Strategie des Bundes im Bundeskanzleramt - Richtlinien


Die österreichische Domainverwaltung

Bereits 1988 war die .at-Domain aus der Taufe gehoben worden und die erste Domain registriert worden. Bis Ende 1996 wurden .at-Domains von der Uni Wien kostenlos vergeben, dann wurde eine Registrierungsgebühr eingeführt. Am 12.9.1997 wurde bei einer Versammlung der Internetprovider die ISPA (Internet Service Providers Austria) gegründet und mit 1.7.1998 wurde die Vergabe der .at-Domain an die von der ISPA zu diesem Zweck gegründete Firma nic.at übergeben, die die Verwaltung der .at-Domain bis heute durchführt. Der technische Betrieb erfolgt weiter im EDV-Zentrum der Uni Wien.
Im Jahr 2000 wurde die Domainvergabestelle unter den Deckmantel der Internet Foundation Austria (IPA) gestellt. Diese ist eine gemeinnützige Stiftung, deren Zweck die Förderung des Internets in Österreich, insbesondere die Wahrnehmung der Domain-Verwaltung für die .at Domain, treuhändisch zum Nutzen der Allgemeinheit ist.
Eine ausführlichere geschichtliche Darstellung der Entwicklung in Österreich finden Sie beim ZID der Uni Wien direkt vom Vater des österreichischen Internets Peter Rastl: Es begann an der Uni Wien

nic.at

Ein- und zweistellige Domains erfolgreich in Österreich gelandet

Das Jahr 2016 stand bei nic.at im Zeichen der Vergabe der ein- und zweistelligen Domains. Damit startete Österreich in eine neue Domain-Ära, da knapp 5.000 Kurzdomains erstmals freigegeben wurden: Ziffer- und Buchstabenkombinationen wie 1a.at oder k2.at, reine Buchstabendomains wie aa.at oder f.at sowie reine Zifferndomains wie 1.at oder 12.at. Nach der Vergabe von 88 Domains an Markeninhaber wurden weitere 1.117 Domains über die Auktionsplattform sedo(.)com öffentlich versteigert. Die absoluten Favoriten unter den ein- und zweistelligen Domains waren: c.at, 1.at und at.at – der höchste erzielte Preis lag bei über 50.000 Euro.  Der 6. Dezember 2016 war auch jener Stichtag, an dem alle bis dahin vergebenen Kurzdomains in die .at Zone eingetragen wurden und somit technisch erreichbar sind.

nic.WWW24.at

Ab Dezember 2016, nach Ersteigerung verschiedener o.a. Second Level Domains, wurden durch WWW24 die Endungen ".24.at, .cc.at, en.at sowie .vu.at" zur kommerziellen Nutzung ( wie seinerzeit .co.at oder .or.at ) eingeführt. nic WWW24.at war hierbei unter den Top 10 Bietern. Damit sind die schon seit einigen Jahren eingetretenen Namens Engpässe zunächst einmal wieder entspannt worden. Durch die weiterhin ungebrochene Registrierwut und der grossen Masse der Registrierungen spielen Domains des nic WWW24 heute doch wieder eine grössere Rolle um trotzdem noch eine Chance auf einen Wunsch Domain Namen zu registrieren.

Quellenachweis: internet4jurists.at, nic.at